Eine nahe der Walser Kirche gefundene Pfeilspitze beispielsweise wurde der Jungsteinzeit zugeordnet.

Eine um 800 v. Chr. datierte Hallstattzeit-Siedlung lag nördlich von Siezenheim an der Terrassenkante zur Saalach. Dort fanden sich auch Reste eines Friedhofes der frühen Keltenzeit.

Die Römer

hinterließen zahlreiche Spuren. So befand sich eine mit Grabdenkmälern ausgestatteter Tempel auf dem Walser Kirchhügel und eine römische Ansiedlung in Siezenheim. Ein Wachturm auf dem Walserberg diente als Kontrollturm für den Verkehr auf dem Walserfeld.

Einen römischen Gutshof

mit Ursprung aus der Keltenzeit gab es auf den Loiger Feldern (jetzt Himmelreich). Dieser im 1. Jahrhundert angelegte Hof zählte zu den größten nördlich der Alpen. Er war mit einem Tempel, einer Fußbodenheizung, Bädern, Stallung, Getreidespeichern und Handwerksgebäuden ausgestattet und bestand bis in das 5. Jahrhundert.



Theseus und Ariadne. Teilstück eines großen Mosaiks,
das 1815 bei Grabungen auf den Loiger Feldern gefunden
wurde. (Kunsthistorisches Museum Wien)


Die Völkerwanderung

ging am Gutshof nicht spurlos vorüber, mit dem Rückzug der Römer um 488 wurde er aufgelassen und die Gebäude zerfielen.

Der Name Wals

entwickelte sich im 14. Jhdt. aus "Walwis" (Dorf der Romanen). Dieses wurde um 740 das erste Mal erwähnt.

Siezenheim

wurde von der Sippe des Bajuwaren Sizo wiederbesiedelt, Ersterwähnung 927 beim Ungarnsturm

Kaiser Karl und die Sage vom Walser Birnbaum

Bei einem Besuch im Jahr 803 des Kaisers bei Erzbischof Arno in Salzburg hinterließ dieser einen so tiefen Eindruck, dass daraus die Sage um die letzte Entscheidungsschlacht zwischen Gut und Böse auf dem Walserfeld und dem Walser Birnbaum entstand.

Der Siedlungsausbau

Richtung Viehauser Moor erfolgte ab 987 nachdem das Kloster St. Peter die Walser Kirche samt den Zehent erhielt. Das Gebiet um den Goiser Hügel wurde um 1127 kultiviert.

Die Schlacht auf dem Walserfeld

Nach einigen kriegerischen Auseinandersetzung mit Bayern im Laufe der Jahrhunderte kam es am 13. und 14. Dezember 1800 zur größten Schlacht, die das Land Salzburg je erlebte. Sie forderte rund 22.000 Verwundete, Vermisste und Tote auf französischer und österreichischer Seite.

Die Saalach

wurde Grenzfluss nachdem das Land nach französischer Verwaltung und Anschluss an das Königreich Bayern 1816, diesmal endgültig, wieder an Österreich fiel.

Die Katastralgemeinden

wurden im Jahre 1830 nach Vermessung und Darstellung aller Grundstücke eingeführt, damals gehörte Liefering noch zu Siezenheim.

Die Pfarre Wals

entstand 1860, der Versuch eine selbstständige Gemeinde Wals zu bilden, scheiterte jedoch sowohl zu diesem Zeitpunkt als auch 1906.

Der Sitz der Gemeinde

wechselte 1945 von Siezenheim nach Wals.

Die Gründung der Doppelgemeinde

erfolgte 1947. Auch das Wappen wurde in diesem Jahr verliehen.

Bereits vor dem 2. Weltkrieg fielen wesentliche Teile, darunter Lieferung, der Gemeinde an die Stadt Salzburg.
Auf den im Mai 1951 von den Amerikaner beschlagnahmten Ackergründen entstand die Militärstadt "Camp Roeder", heute die Schwarzenbergkaserne und Walserfeld-Siedlung.

Die Bevölkerungsanzahl

stieg in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts von etwa 1.000 auf rund 11.000 Einwohner an. (12.275 Einwohner mit Hauptwohnsitz per 31.12.2011)

Der wirtschaftliche Aufstieg

der Gemeinde begann mit der Ansiedlung der Holzindustrie Kaindl in den 1960ern und der Firma Miele und schritt in den letzten 20 Jahren stark voran. Neben dem Porsche Verteilungszentrum kam es zur Erschließung grossflächiger Gewerbegebiete in Wals und Siezenheim.

Weiters folgten die Errichtung des Airportcenters - jetzt  Outlet-Center - und der  Red Bull Arena.

Als Schulgemeinde

beherbergt Wals - Siezenheim zwei Schwerpunkt-Hauptschulen, vier Volksschulen, die Touristikfachschule Klessheim, die Landwirtschaftsschule Klessheim und die Berufsschule in Walserfeld.

Im Oktober 2012 wurde mit der Volksschule Wals das bisher einzige völlig energieautarke öffentliche Bauprojekt in Österreich eröffnet.